Es hat nicht sollen sein. Die Aichacher Handballdamen müssen sich mit der Vizemeisterschaft in der BOL Schwaben begnügen. Mit einem 22:19 (10:10) setzten sie sich im Abschlussspiel in Wertingen nach einer spannenden und guten Begegnung am Ende knapp, aber verdient durch. Trotz der Traumbilanz von 33:3 Punkten müssen sie dem TSV Schwabmünchen in Sachen Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga den Vortritt aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs lassen.

 

Die Paarstädterinnen wollten gegen den TSV Wertingen, der immerhin den vierten Rang in der Tabelle belegt, mit einer ordentlichen Vorstellung diese durchaus erfolgreiche Saison beenden. Außerdem wollte man den vielen mitgereisten Fans, die zusammen mit dem heimischen Publikum nochmals für eine tolle Atmosphäre sorgten, eine gute Abschlusspartie zeigen. Beide Mannschaften legten konzentriert los und schenkten sich von Beginn an nichts. Die Aichacherinnen zeigten in der Defensive eine gute und solide Leistung. Nur im Angriff wurden wieder ein paar Bälle leichtfertig vergeben und Torchancen nicht genutzt. Dennoch konnten sich die Paarstädterinnen einen kleinen Vorteil erspielen und lagen meistens mit drei oder vier Toren in Führung. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit schlichen sich mehr Fehler ins Aichacher Spiel ein. Im Angriff wurde man unachtsam und in der Defensive passte die Absprache nicht mehr. Wertingen nutzte dies prompt aus und konnte bis zum Halbzeitpfiff zum 10:10 ausgleichen.

Durch ihren Trainer Martin Fischer gingen die TSV-Damen wieder neu motiviert zurück aufs Spielfeld. Die Abwehr agierte wieder diszipliniert und effektiv, so dass den Gegnerinnen im zweiten Abschnitt nur noch neun Treffer gelangen sollten. Der Start in die zweite Spielhälfte verlief aus Sicht der Gäste aber noch etwas verhalten. Wertingen konnte sogar 12:11 in Führung gehen. Doch dann sorgte eine Zeitstrafe gegen die Heimmannschaft für Aufwind bei den Aichacherinnen. In Überzahl gelangen ihnen drei Treffer in Folge zum 12:14. In den folgenden zehn Minuten setzten sie sich durch sehr gute Deckungsarbeit in Kombination mit schnellem Umschaltspiel auf 14:19 ab. Dieser Zwischenspurt glich einer kleinen Vorentscheidung. Wertingen gab zwar nicht auf, kam aber nicht mehr näher als drei Tore heran. Am Ende stand der 16. Sieg der Saison fest und die Spielerinnen und Trainer verabschiedeten sich nach einer durchaus erfolgreichen Saison mit einer leider unglücklichen Konstellation von ihren treuen Anhängern.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (TW), Vildan Acar (TW), Iris Kronthaler (2), Sevde Seker, Tini Wonnenberg (8/5), Johanna Fackler (1), Lina Schrempel (1), Anna Euba, Anna Mahl (4), Marleen Bscheider (1), Iva Vlahinic (4), Katrin Storr, Lara Leis, Lena Rappel