Im Spitzenspiel der Bezirksoberliga der Damen am vergangenen Samstag musste sich das Team des TSV Aichach mit 37:23 (17:12) beim starken TSV Schwabmünchen geschlagen geben. Im Rahmen einer tollen Kulisse und unterstützt von zahlreichen mitgereisten Fans gerieten die Aichacherinnen gehörig unter die Räder.

 

Als Tabellenführer mit null Minuspunkten und einem sehr positiven Torverhältnis machte man sich auf den Weg nach Schwabmünchen. Nicht dabei waren Lina Schrempel, Marleen Bscheider und Annika Weise, die sich alle krankheitsbedingt abgemeldet hatten. Dass es schwer werden würde, war spätestens nach der Spielbeobachtung in Friedberg klar, eine so deutliche Abfuhr hatte man allerdings sicher nicht erwartet. Die Heimmannschaft präsentierte sich in überragender Spiellaune und legte gleich am Anfang los wie die Feuerwehr: nach knapp 6 Minuten stand bereits ein 5:1 auf der Anzeigentafel, was Trainer Martin Fischer zu diesem frühen Zeitpunkt veranlasste, die erste Auszeit zu nehmen. Zunächst zeigte die Ansprache wenig Wirkung, jedoch schafften es die Aichacherinnen nach dem Sturm der ersten 15 Minuten auf 11:9 zu verkürzen. In dieser Phase kam bei den Gastgeberinnen eine leichte Nervosität auf, woraufhin Trainer Hübenthal seinerseits die erste Auszeit beantragte. Diese kurze Schwächephase sollte aber die einzige der Schwabmünchner Damen im gesamten Spiel bleiben, so dass die Mannschaften beim Stand von 17:12 in die Halbzeitbesprechung gingen.

Aus Aichacher Sicht bekam man auch nach dem Wechsel zu keiner Zeit Zugriff auf die routiniert und sicher gespielten Angriffe der Gastgeberinnen. Gerade in „Eins-gegen-Eins Aktionen“ wirkten die Paarstädterinnen vorne wie hinten wie gehemmt gegen die energisch agierenden Schwabmünchnerinnen. Diese starteten ähnlich furios wie zu Beginn mit einem 7:2- Lauf in die zweite Halbzeit, so dass die Partie nach knapp 40 Spielminuten beim Stand von 24:14 für den Heimverein bereits entschieden war. Diesen komfortablen zehn Tore-Vorsprung verwaltete das Team von Handballlehrer Hübenthal in der restlichen Spielzeit ohne Probleme und konnte sogar noch auf den Endstand von 37:23 erhöhen. Unschön war in der Endphase auf Aichacher Seite das Ausscheiden von Annabel Weiß, die sich bei einer Abwehraktion am Knie verletzte. Nach dem Spiel war man aus Aichacher Sicht erst einmal restlos bedient. Neidlos musste man anerkennen, dass Schwabmünchen an diesem Abend in allen Belangen überlegen war. Auf Aichacher Seite gelang wenig, auf Schwabmünchner Seite vermeintlich alles. „Wenn Schwabmünchen so spielt, wüsste ich nicht, wer die in dieser Liga schlagen soll“, so Trainer Fischer. Aichach, zumindest an diesem Abend, jedenfalls nicht. Nächstes Wochenende ist für die Aichacherinnen spielfrei, am 01.12. geht es dann zu Hause gegen den TSV Göggingen.

Für Aichach spielten: Silke Arnold (Tor), Iris Kronthaler, Tini Wonnenberg (5/3), Johanna Fackler (2), Bettina Bölk (2), Lena Rappel (1), Anna Mahl (3), Katrin Storr (2), Lara Leis (2), Iva Vlahinic (3/2), Annabel Weiß, Ramona Bscheider (3).